Die Stadt Havanna wurde am 16. November 1515 gegründet. Damals befand sie sich einige Kilometer vom heutigen Stadtgebiet entfernt. Erst im Jahre 1519 wurde sie an ihren derzeitigen Standort verlegt. Auf Grund der geografisch günstigen Lage entwickelte sich Havanna schnell zu einem bedeutenden Militär- und Handelshafen, der häufig Schauplatz von Raubzügen der Piraten war. Im Rahmen einer solchen Plünderung wurde Havanna 1538 fast vollständig niedergebrannt. Im 18. Jahrhundert war die Stadt von Spaniern und Briten heiß umkämpft. Die Briten behielten dabei die Oberhand, tauschten die Besitzrechte Havannas dann aber mit den Spaniern gegen das heutige Florida ein. Heute ist Havanna die Hauptstadt der kubanischen Republik und erstreckt sich auf einer Fläche von 721 Quadratkilometern. Die Stadt liegt 59 Meter über dem Meeresspiegel und hat rund 2,2 Millionen Einwohner. Amts- und Umgangssprache ist Spanisch, jedoch sprechen die meisten Angestellten im Tourismussektor auch Englisch. Bezahlt wird in Havanna, wie im restlichen Kuba, mit dem kubanischen Peso. Tauscht man einen Euro in diese Währung, erhält man dafür rund 1,37 Pesos. Das Klima in Havanna und dessen Umland ist subtropisch. Die Temperaturen liegen im Jahresdurchschnitt bei 27 Grad Celsius. Die beste Reisezeit für diese Region ist von November bis Mai, da dann die winterliche Trockenzeit herrscht. Von Juni bis Oktober bestimmt die Regenzeit mit rund 30 Grad Celsius, vielen Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit das Klima. Die Wassertemperatur ist ganzjährig so warm, dass zu jeder Zeit das Baden im Meer möglich ist.
Im Stadtgebiet von Havanna gibt es einige Punkte, die für Touristen interessant sein können. So ist die Altstadt mit ihren barocken und neoklassischen Bauten im Jahre 1982 zum Weltkulturerbe ernannt worden. Gouverneurspaläste, Kathedralen oder alte Hafenfestungen sind seitdem restauriert worden und bieten gute Motive für Urlaubsfotos. Die Gastronomie in Havanna ist geprägt von Restaurants und Bars im landesüblichen Stil und mit karibischer Küche. Touristen können Linienbusse oder Taxis nutzen, um sich fortzubewegen. Die Preise für Taxis sind zum Teil sehr günstig, jedoch sollte man sich vor einer Taxifahrt besser über die üblichen Preise informieren und einen Festpreis aushandeln, damit man am Ende der Fahrt keine bösen Überraschungen erlebt.
Die Flugdauer von Deutschland nach Kuba liegt zwischen 11 und 12 Stunden. Bei Havanna-Reisen sollte man beachten, dass die Zeitverschiebung von mitteleuropäischer Winterzeit zur dortigen Zeitzone -5 Stunden, von mitteleuropäischer Sommerzeit -4 Stunden beträgt. Zur Einreise benötigt man als deutscher Staatsbürger einen Reisepass, der mindestens bis sechs Wochen nach dem Anreisedatum gültig ist, und eine Touristenkarte. Reist man mit einem Reiseveranstalter, so übernimmt dieser alle nötigen Formalitäten. Außerdem werden für eine Reise nach Havanna Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis und Typhus empfohlen. Eine Impfpflicht besteht jedoch nicht. Da es in Havanna und auf der gesamten Insel keinerlei Geldautomaten gibt, sollten Touristen Kreditkarten oder Bargeld, welches vor Ort getauscht und mit dem direkt bezahlt werden kann, mit sich führen.